Europameister Sprinttriathlon – AK20
Mit sehr gemischten Gefühlen bestieg ich am frühen Freitagmorgen zusammen mit meinem Trainer Harald Schützek das Flugzeug Richtung Pontevedra. Dort wurde die Triathlon Europameisterschaft 2011 ausgetragen. Die bisherige Saison verlief noch nicht nach meinen Vorstellungen. Die Leistungen in allen drei Teildisziplinen waren im Training immer wieder sehr vielversprechend, jedoch konnte ich diese nur selten in den Wettkämpfen zeigen.
Beim ersten großen Saisonhighlight sollte sich dies ändern! Der Startschuss fiel um 8 Uhr am Samstagmorgen. Gemeinsam mit ca. 80 weiteren Athleten verschiedener Altersklassen machte ich mich auf die 750m lange Schwimmstrecke. Mit der zweiten Gruppen entstieg ich dem Wasser und konnte schon in der langen Wechselzone ein paar Plätze aufholen, wobei es sich dabei vornehmlich um Athleten anderer Altersklassen handelte. Die 19km lange Radstrecke ließ einem wenig Zeit, um seinen Rhythmus zu finden. Die erste Hälfte war anfangs nur mit leichten, später mit steileren und längeren Anstiegen bis zum Wendepunkt versehen. Ich habe mich von Anfang an sehr Wohl auf dem Rad gefühlt und konnte ein hohes Tempo fahren, so dass ich ca. bei Kilometer vier die Führung in meiner Altersklasse übernehmen konnte und mir an den zahlreichen Anstiegen schnell einen Vorsprung herausarbeiten konnte. Mit einem Polster von einer Minute ging ich auf die abschließenden fünf Laufkilometer. Die Strecke führte von der Wechselzone durch ein Stadion, in dem sich auch der Zieleinlauf befand und anschließend in die sehr schöne Altstadt der spanischen Stadt Pontevedra. Auch dort erwartete uns ein anspruchsvoller Anstieg gefolgt von einer langen und schnell zu laufenden Bergabpassage zurück ins Stadion. Nach zwei schnellen Runden und dem schnellsten Laufsplit meiner Altersklasse überquerte ich nach 1:04:41 Stunde die Ziellinie als neuer Europameister im Sprinttriathlon in der AK20!
Nach einem so schwierigen und auch mental fordernden Einstieg in die Triathlonsaison 2011 entschädigt dieser Titel für alle Strapazen der letzen Wochen und Monate. An dieser Stelle möchte ich mich auch noch einmal sehr herzlich bei meinem Trainer Harald, meiner Familie und selbstverständlich meinen Sponsoren bedanken, die mir die Ausübung des Sports in diesem Rahmen überhaupt ermöglichen.
